JobCrafting - wieso das Sinn macht

Die Grundbedürfnisse des Menschen

Jeder Mensch hat emotionale Grundbedürfnisse. Diese müssen so gut wie möglich befriedigt werden. Dazu gehört auch und insbesondere die Erfüllung im Job.


Die 6 Grundbedürfnisse


Sicherheit

Unser Unterbewusstsein will Sicherheit und Gewissheit und damit auch Schutz vor unangenehmen Überraschungen. Wir bewegen uns mit unseren Routinen und Gewohnheiten deshalb gerne in der Komfortzone und überlassen mit unseren Plänen und Zielen nichts dem Zufall. Denn Struktur gibt Sicherheit.


Abwechslung

In unseren Routinen und Gewohnheiten wird es uns langweilig, weil wir uns zu sicher fühlen. Wir suchen die Abwechslung. In dieser Zerrissenheit von Sicherheit und dem Bedürfnis nach Abwechslung suchen wir dann die Veränderung, die Überraschung und das Abenteuer.


Wachstum und Entwicklung

Jeder Mensch will sich weiterentwickeln. Sei es als Neugeborene, als Kind, Teenager und selbst als Erwachsener. Und gerade im Job kommt dieses Bedürfnis nach mehr immer wieder auf. Der innere Drang nach Entwicklung und Wachstum löst ein Füllegefühl und Erfüllung aus.


Bedeutung und Anerkennung

Bedeutsamkeit bedeutet Status und Anerkennung. Jeder möchte etwas Besonderes sein, Komplimente empfangen, das Gefühl wichtig zu sein erleben.

Als Neugeborene entwickeln wir das Urvertrauen in unser Umfeld und damit die Daseinsberechtigung und Bedeutung. Später kompensieren viele Menschen dieses mit Materiellem und Statussymbolen.

Hier gründen wohl auch die Grundmotive, aktiv Anerkennung zu erlangen (extrensische und intrinsische Motivation).


Verbundenheit

Das Zugehörigkeitsgefühl und Gefühl der Verbundenheit bedeutet Sicherheit und Geborgenheit. Dazu gehört auch die eigene Identität als Basis, um sich zu orientieren.

Mitgestalten und Beitrag leisten

Jeder möchte seinen Beitrag leisten, unterstützen und auch fürsorglich wirken. Etwas Gutes tun löst ebenfalls ein Füllegefühl und Erfüllung aus.


2 Grundbedürfnisse prägen auch unser (Arbeits-)Leben

Zwei Grundbedürfnisse, die laut Gerald Hüther (Hirnforscher) die Zufriedenheit der Menschen stark prägen, ist das Bedürfnis nach Verbundenheit und jenes nach Autonomie (=Freiheit).


Autonomie: Fähigkeit sein (Arbeits-)Leben in die Hand zu nehmen, unter Kontrolle zu haben und selbstverantwortlich zu handeln

Verbundenheit: Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Menschen


Autonomie im Job

Mit der Möglichkeit die eigene Rolle und Funktion weiter zu entwickeln und zu gestalten stärkt JobCrafting ein menschliches Grundbedürfnis und leistet damit einen Beitrag zur Erfüllung im Job.


Verbundenheit am Arbeitsplatz

Das bewusste pflegen von Beziehungen bei der Arbeit ist ein weiterer Beitrag zum Stillen der Grundbedürfnisse.

Wer seine Kontakte und Beziehungen im Arbeitsleben aktiv pflegt, gestaltet und weiterentwickelt leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung im Job.

Mitgestaltung des Arbeitsplatzes

Wir haben grundsätzlich die Wahl, ob wir als Angestellte in einer Firma lediglich ein einzelnes fremd gesteuertes Element sein wollen oder ob wir unseren Job aktiv gestalten und die Rolle ausdehnen und weiterentwickeln.


Gestaltungsspielraum im Job aktiv nutzen

Wo Rahmenbedingungen festgelegt sind, können diese auch genutzt werden, um neue Möglichkeiten entstehen zu lassen.

Jobcrafting kann als Weg zu einer grösseren Passung zwischen dem einzelnen Angestellten, der zugeteilten Rolle, den Tätigkeiten und der Organisation beschrieben werden. Und damit auch einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung im Job leisten.

"Zukunft ist kein Schicksalsschlag, sondern die Folge der Entscheidungen, die wir heute treffen." (Franz Alt)

JobCrafting bedeutet eine aktive Mitgestaltung des künftigen Arbeitsplatzes. Dabei geht es neben der Wahrnehmung der eigenen Aufgabe im Unternehmen vor allem auch um die Weiterentwicklung der Aufgaben und Beziehungen.

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